Wenn das Kauen Schmerzen bereitet

Die Funktionslehre beeinaltet Untersuchungs- und Behandlungsmethoden für jene Krankheitsbilder, die auf Fehlfunktionen des Kauorgans zurückgehen. Hierzu zählen Fehlbisslagen, Überlastungen und Schmerzhaftigkeit der Kaumuskulatur, Fehlfunktionen der Kiefergelenke (z.B. Schmerzen, Gelenkknacken und Blockaden des Kiefergelenkes und dadurch bedingte Mundöffnungseinschränkungen), die vorzeitige Abnutzung einzelner oder aller Zähne sowie die übermäßige Belastung einzelner Zähne mit ungünstigem Einfluss auf den Zahnhalteapparat und der Förderung von Zahnfleischerkrankungen. Eine Aufklärung des Patienten über die Krankheitszusammenhänge und eine korrekte Diagnosestellung ist der erste und wichtigste Schritt für eine positive Beeinflussung des Krankheitsgeschehens. Hinweise zur Selbstbehandlung, wie weiche Nahrung, Dehnübungen, Wärme- oder Kälteanwendungen, Entspannungsübungen und/oder Stressmanagement, helfen in sehr vielen Fällen.

Eine Okklusionsschiene (Aufbissbehelf) wird vom Zahnarzt häufig eingesetzt und führt meistens zu einer Entspannung der Kau- und Kopfmuskulatur sowie zu einer Entlastung der Kiefergelenke. Krankengymnastik hilft in vielen Fällen, Muskelverspannungen im ganzen Körper zu reduzieren und trägt so zum Behandlungserfolg bei. Häufig müssen Schmerzmedikamente eingenommen werden, um einer Chronifizierung des Schmerzgeschehens Einhalt zu gebieten und die Lebensqualität zu verbessern.

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